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Die Tätigkeit im Überblick

Kfz-Mechatroniker / Kfz-Mechatronikerin

Warum ein neuer Ausbildungsberuf?


Kraftfahrzeuge mit neuen Techniken und umfangreich vernetzten mechanisch-elektronischen Fahrzeugsystemen verlangen bei der täglichen Werkstattarbeit keine Trennung mehr zwischen Kfz-Mechanik und Kfz-Elektrik.
Diagnosearbeiten, Systemanalyse, mobile Kommunikation und Telematik stehen im Vordergrund. Fast alle Funktionen der verbundenen Komponenten werden elektronisch kontrolliert und eventuelle Fehler mit Computern über Diagnoseschnittstellen ausgelesen.

Aufgrund der kontinuierlich fortlaufenden technischen Weiterentwicklung der Kraftfahrzeuge und deren Systeme sowie den im Reparatur- und Servicemarkt neu benötigten beruflichen Qualifikationen, ist der neue Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker/-in entstanden.

Was ist neu bei dem/der Kfz-Mechatroniker/-in?

Im Mittelpunkt des neuen Ausbildungsberufes stehen
Diagnose-, Instandhaltungs-, Aus-, Um- und Nachrüstarbeiten an Kraftfahrzeugen insbesondere der neuen Generationen, die gekennzeichnet sind durch ein komplexes Zusammenwirken zwischen elektronischen und mechanischen Komponenten. Neu sind das Codieren von Steuergeräten und die Anpassung an verknüpfte Fahrzeugsysteme, die Kommunikation mit Kunden sowie der Umgang mit dem Internet zur Reparatur-Informationsrecherche.

Wer darf den/die Kfz-Mechatroniker/-in ausbilden?


Alle Betriebe des Kfz-Gewerbes, die bisher Kfz-Mechaniker/-innen und Kfz-Elektriker/-innen ausgebildet haben. Darüber hinaus auch Ausbildungsabteilungen der Automobilhersteller und Importeure von Kraftfahrzeugen.

Welche Qualifikationen werden vom Kfz-Mechatroniker/-in verlangt?


  • diagnostizieren von Fehlern, Störungen und deren Ursachen
  • warten, prüfen und einstellen von Kraftfahrzeugen und Systemen
  • de- und montieren von Baugruppen und deren Bauteilen
  • instandsetzen von Kraftfahrzeugen und deren Systeme
  • aus-, um- und nachrüsten von Kraftfahrzeugen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
  • untersuchen von Kraftfahrzeugen nach rechtlichen Vorschriften
  • in Betrieb nehmen und bedienen von Kraftfahrzeugen und Systemen
  • aktualisieren von Systemen und Prüfgeräten mit neuer Software
  • situationsgerecht mit Kunden kommunizieren
  • planen und kontrollieren von Arbeitsabläufen, bewerten von Arbeitsergebnissen und anwenden
    von qualitätssichernden Maßnahmen


Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Dauer der Ausbildung beträgt 3,5 Jahre

Die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechtroniker/-in erfolgt nach den vier Schwerpunkten:

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • Motorradtechnik
  • Fahrzeugkommunikationstechnik


Was ist neu bei der Gesellenprüfung Teil 1 und Teil 2?

Die Bewertung der Zwischenprüfung (TEIL 1) fließt mit 35 % in das Ergebnis der Gesellenprüfung (Teil 2) ein. Die Ablegung der Gesellenprüfung (TEIL 2) wird mit 65 % gewichtet.

Welches Eingangsniveau müssen die Bewerber besitzen?

Durch die Anforderungen an das neue Berufsbild ist mindestens ein guter Realschulabschluss oder ein sehr guter Hauptschulabschluss erforderlich.